"0,5 Promille – kommt jetzt die MPU?" Diese Sorge treibt viele um, die zum ersten Mal mit Alkohol im Straßenverkehr aufgefallen sind. Die kurze Antwort: beim ersten Verstoß im Bereich 0,5 bis unter 1,1 Promille in der Regel nicht. Aber es gibt Konstellationen, in denen aus dem einen Verstoß mehr wird – und die solltest du kennen.
Was bei 0,5 Promille rechtlich passiert
Ab 0,5 Promille liegt eine Ordnungswidrigkeit vor: Bußgeld, zwei Punkte, ein Monat Fahrverbot. Eine MPU-Anordnung gehört zum ersten Verstoß in diesem Bereich nicht zum Regelfall. Ab 1,1 Promille liegt dagegen absolute Fahruntüchtigkeit vor – das ist eine Straftat, und hier ist die MPU-Frage keine Ermessensfrage mehr, sondern folgt aus der Rechtslage.
| Lage | Folge | MPU? |
|---|---|---|
| 0,5–1,09 ‰, erster Verstoß | Bußgeld, 2 Punkte, 1 Monat Fahrverbot | regelmäßig nein |
| 0,5–1,09 ‰, Wiederholung | höheres Bußgeld, längeres Fahrverbot | wahrscheinlich ja |
| ab 1,1 ‰ | Straftat, Entziehung | ja, Regelfall |
| Unfall unter Alkohol (auch unter 1,1 ‰) | relative Fahruntüchtigkeit möglich | häufig ja |
Wann es bei 0,5 Promille trotzdem zur MPU kommt
Drei Konstellationen machen aus dem Bagatellverstoß ein Eignungsverfahren: Wiederholung (die Behörde liest das als Muster, nicht als Ausrutscher), Ausfallerscheinungen (Schlangenlinien, Unfall, auffälliges Verhalten schon bei niedrigen Werten – dann steht die Frage nach Alkoholgewöhnung im Raum) und Zusammentreffen mit anderen Eintragungen im Fahreignungsregister.
Was du nach einem 0,5-Promille-Verstoß tun solltest
- Bescheid genau lesen: Steht eine MPU-Anordnung drin oder nur Fahrverbot und Punkte?
- Fahreignungsregister-Auszug anfordern – was ist insgesamt eingetragen?
- Das eigene Trinkverhalten ehrlich einordnen – nicht für die Behörde, sondern für dich.
- Bei Wiederholung oder Anordnung: früh einordnen lassen, was gefordert wird – Grundlagen unter MPU wegen Alkohol.
Häufige Fragen zu 0,5 Promille: Wann droht eine MPU – und wann nicht?
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