Rechner

Bremsweg berechnen.

Reaktions- und Bremsweg auf einen Blick. Geschwindigkeit, Untergrund und Gefahrenbremsung – Faustformel (v/10)² als Basis.

Kurzantwort: Bremsweg und Anhalteweg

Der Bremsweg folgt der Faustformel (v ÷ 10)². Bei 50 km/h sind das 25 m Bremsweg, plus rund 14 m Reaktionsweg (1 Sekunde) ergibt 39 m Anhalteweg. Bei 100 km/h sind es 100 m Bremsweg und rund 128 m Anhalteweg. Nasse Fahrbahn verlängert um etwa 30 %, Schnee und Eis um das 2,5-Fache. Bei einer Gefahrenbremsung halbiert sich der Bremsweg.

Faustregel im Straßenverkehr: 1 Sekunde. Müdigkeit oder Ablenkung verlängern.

Reaktionsweg
13.9 m
Bremsweg
25.0 m
Gesamtweg
38.9 m
Strecke bis zum Stillstand
14 m
25 m
0 m50 m
ReaktionswegBremsweg

Schätzwert nach Faustformel (v/10)² mit Untergrundfaktor und Halbierung bei Gefahrenbremsung. Reale Werte hängen von Reifen, Fahrzeug, Beladung und Konzentration ab.

Häufige Fragen.

Wie lang ist der Bremsweg bei 60 km/h?
Bei 60 km/h beträgt der Bremsweg auf trockener Straße 36 m. Mit rund 17 m Reaktionsweg (1 Sekunde) ergibt das 53 m Anhalteweg. Bei einer Gefahrenbremsung sind es 18 m Bremsweg, auf nasser Fahrbahn rund 47 m.
Wie lang ist der Bremsweg bei 100 km/h?
Bei 100 km/h beträgt der Bremsweg auf trockener Straße 100 m. Plus rund 28 m Reaktionsweg ergibt das 128 m Anhalteweg. Bei Gefahrenbremsung 50 m Bremsweg, auf nasser Fahrbahn rund 130 m.
Was ist der Unterschied zwischen normaler Bremsung und Gefahrenbremsung?
Die normale Bremsung rechnet mit (v ÷ 10)² – bei 50 km/h also 25 m. Die Gefahrenbremsung (Vollbremsung mit ABS) halbiert diesen Wert auf 12,5 m. Der Reaktionsweg bleibt in beiden Fällen gleich, weil er vor dem Bremsen liegt.
Welche Formel steht hinter dem Bremsweg?
Fahrschul-Faustformel: Bremsweg in m = (Geschwindigkeit in km/h ÷ 10)². Bei Gefahrenbremsung halbiert sich der Wert: ((v/10)²) ÷ 2. Der Reaktionsweg = (v × Reaktionszeit) ÷ 3,6. Beide zusammen ergeben den Anhalteweg.
Wie lang ist der Bremsweg bei 50 km/h?
Trockene Straße: 25 m Bremsweg + 14 m Reaktionsweg = 39 m Anhalteweg. Bei Gefahrenbremsung sind es nur 12,5 m Bremsweg. Bei nasser Fahrbahn ca. 33 m Bremsweg, bei Schnee/Eis bis 63 m.
Wie wirkt der Untergrund?
Nass verlängert den Bremsweg um ca. 30 % (Faktor 1,3). Schnee und Eis um 150 % bis 300 % (Faktor 2,5–4). Profiltiefe unter 4 mm verschlechtert das Bremsverhalten dramatisch (gesetzliche Mindesttiefe 1,6 mm – sicher fahren ab 4 mm).
Was passiert beim Aufprall mit Restgeschwindigkeit?
Wer bei 50 km/h beginnt zu bremsen und ein Hindernis nach 25 m hat, prallt mit ca. 0 km/h auf (gerade noch). Bei 60 km/h Ausgangsgeschwindigkeit prallt das Auto nach 25 m noch mit ca. 33 km/h auf – Energie steigt quadratisch (E = ½mv²).
Wie genau ist die (v/10)²-Formel?
Sie ist eine Näherung für ein durchschnittliches Pkw mit guten Reifen auf trockener Asphaltdecke (Bremsverzögerung ca. 6–8 m/s²). Reale Werte schwanken um ±20 %. Sportwagen/ABS-Pkw schaffen bis 10 m/s² (kürzere Wege).
Welche Reaktionszeit ist normal im Straßenverkehr?
BASt-Studien: 0,8–1,2 Sekunden bei aufmerksamen Fahrern. Im Schnitt rechnet man mit 1 Sekunde. Müdigkeit, Ablenkung (Smartphone!), Alkohol oder Cannabis verlängern auf 1,5–2,5 Sekunden – das verdoppelt den Reaktionsweg.
Was hat der Bremsweg mit der MPU zu tun?
Bei Punkte-MPU (§ 4 StVG) und nach Geschwindigkeitsdelikten wird Risikoeinschätzung geprüft. Wer im Gespräch konkret nennen kann, dass 50 km/h innerorts 39 m Anhalteweg bedeuten, zeigt belastbare Verkehrseinsicht – ein zentraler Hypothesenbeleg im Gutachten.
Warum ist innerorts 50 km/h die Grenze?
Bei 50 km/h ist der typische Pkw-Anhalteweg knapp unter 40 m – die durchschnittliche Sichtweite eines Stadtquerstrahls. Schon 60 km/h (Anhalteweg ~50 m) macht Reaktion auf plötzlich auftauchende Fußgänger physikalisch unmöglich.
Wie unterscheiden sich Pkw, Lkw und Motorrad?
Lkw bremsen bei 80 km/h ca. 50–60 m (gegenüber 64 m beim Pkw bei 80 km/h) – schwerere Achsbremsen, aber höhere Masse. Motorräder ähnlich Pkw bei trockener Strecke, deutlich schlechter bei Nässe (kleinere Reifenaufstandsfläche).
Wie kann ich meinen Bremsweg trainieren?
Reaktionszeit lässt sich mit unserem Reaktionszeit-Test messen und über Wachheit, Pausen, kein Alkohol senken. Bremsweg-Verkürzung kommt nur über Reifen, Bremsanlage und Fahrbahn – fahrtechnisch lernst du in einem ADAC-/DEKRA-Sicherheitstraining.
Welche Bremsweg-Fragen kommen in der theoretischen Fahrprüfung?
Typisch: Bremsweg bei 50 km/h (25 m), Verdopplung der Geschwindigkeit = Vervierfachung des Bremswegs, Anhalteweg = Reaktionsweg + Bremsweg und die Gefahrenbremsung mit halbem Bremsweg. Alle vier rechnest du mit den Faustformeln (v/10)² und (v/10)×3 im Kopf.
Warum vervierfacht sich der Bremsweg bei doppelter Geschwindigkeit?
Weil die Geschwindigkeit in der Formel quadriert wird: (v/10)². Doppeltes Tempo heißt (2v/10)² = 4 × (v/10)². Bei 100 km/h sind es daher nicht 50 m, sondern 100 m Bremsweg gegenüber 50 km/h – die Bewegungsenergie wächst mit dem Quadrat der Geschwindigkeit.

Wie schnell reagierst du wirklich? Mach den Reaktionszeit-Test und setze deinen eigenen Wert oben ein.

Bremsweg-Tabelle nach Geschwindigkeit & Untergrund.

Berechnung mit Faustformel (v/10)², Reaktionszeit 1 s, Untergrundfaktoren trocken 1,0 / nass 1,3 / Schnee 2,5.

GeschwindigkeitReaktionswegBremsweg trockenBremsweg nassBremsweg SchneeAnhalteweg trocken
30 km/h8.3 m9 m12 m23 m17 m
40 km/h11.1 m16 m21 m40 m27 m
50 km/h13.9 m25 m33 m63 m39 m
60 km/h16.7 m36 m47 m90 m53 m
70 km/h19.4 m49 m64 m123 m68 m
80 km/h22.2 m64 m83 m160 m86 m
100 km/h27.8 m100 m130 m250 m128 m
130 km/h36.1 m169 m220 m423 m205 m
150 km/h41.7 m225 m293 m563 m267 m
200 km/h55.6 m400 m520 m1000 m456 m

Quellen: Fahrschulformel nach DVR, BASt-Studie zur Reaktionszeit (Forschungsbericht 2017), § 3 StVO.

Bremsweg je Geschwindigkeit – die Kurzantworten.

Alle Werte für trockene Fahrbahn und 1 Sekunde Reaktionszeit. Bremsweg nach der Faustformel (v ÷ 10)², Anhalteweg = Reaktionsweg + Bremsweg.

Bremsweg bei 30 km/h

Bei 30 km/h beträgt der Bremsweg auf trockener Straße 9 m. Mit rund 8 m Reaktionsweg ergibt das 17 m Anhalteweg. Bei einer Gefahrenbremsung sind es 5 m Bremsweg, auf nasser Fahrbahn 12 m, auf Schnee 23 m.

Bremsweg bei 40 km/h

Bei 40 km/h beträgt der Bremsweg auf trockener Straße 16 m. Mit rund 11 m Reaktionsweg ergibt das 27 m Anhalteweg. Bei einer Gefahrenbremsung sind es 8 m Bremsweg, auf nasser Fahrbahn 21 m, auf Schnee 40 m.

Bremsweg bei 50 km/h

Bei 50 km/h beträgt der Bremsweg auf trockener Straße 25 m. Mit rund 14 m Reaktionsweg ergibt das 39 m Anhalteweg. Bei einer Gefahrenbremsung sind es 13 m Bremsweg, auf nasser Fahrbahn 33 m, auf Schnee 63 m.

Bremsweg bei 60 km/h

Bei 60 km/h beträgt der Bremsweg auf trockener Straße 36 m. Mit rund 17 m Reaktionsweg ergibt das 53 m Anhalteweg. Bei einer Gefahrenbremsung sind es 18 m Bremsweg, auf nasser Fahrbahn 47 m, auf Schnee 90 m.

Bremsweg bei 70 km/h

Bei 70 km/h beträgt der Bremsweg auf trockener Straße 49 m. Mit rund 19 m Reaktionsweg ergibt das 68 m Anhalteweg. Bei einer Gefahrenbremsung sind es 25 m Bremsweg, auf nasser Fahrbahn 64 m, auf Schnee 123 m.

Bremsweg bei 80 km/h

Bei 80 km/h beträgt der Bremsweg auf trockener Straße 64 m. Mit rund 22 m Reaktionsweg ergibt das 86 m Anhalteweg. Bei einer Gefahrenbremsung sind es 32 m Bremsweg, auf nasser Fahrbahn 83 m, auf Schnee 160 m.

Bremsweg bei 100 km/h

Bei 100 km/h beträgt der Bremsweg auf trockener Straße 100 m. Mit rund 28 m Reaktionsweg ergibt das 128 m Anhalteweg. Bei einer Gefahrenbremsung sind es 50 m Bremsweg, auf nasser Fahrbahn 130 m, auf Schnee 250 m.

Bremsweg bei 130 km/h

Bei 130 km/h beträgt der Bremsweg auf trockener Straße 169 m. Mit rund 36 m Reaktionsweg ergibt das 205 m Anhalteweg. Bei einer Gefahrenbremsung sind es 85 m Bremsweg, auf nasser Fahrbahn 220 m, auf Schnee 423 m.

Bremsweg bei 150 km/h

Bei 150 km/h beträgt der Bremsweg auf trockener Straße 225 m. Mit rund 42 m Reaktionsweg ergibt das 267 m Anhalteweg. Bei einer Gefahrenbremsung sind es 113 m Bremsweg, auf nasser Fahrbahn 293 m, auf Schnee 563 m.

Bremsweg bei 200 km/h

Bei 200 km/h beträgt der Bremsweg auf trockener Straße 400 m. Mit rund 56 m Reaktionsweg ergibt das 456 m Anhalteweg. Bei einer Gefahrenbremsung sind es 200 m Bremsweg, auf nasser Fahrbahn 520 m, auf Schnee 1000 m.

Normale Bremsung oder Gefahrenbremsung?

Die normale Bremsung ist der Standardfall der Fahrschulformel: Bremsweg = (v ÷ 10)². Bei 50 km/h sind das 25 m, bei 60 km/h 36 m, bei 100 km/h 100 m. Die Gefahrenbremsung – die Vollbremsung mit durchgetretenem Pedal und ABS – halbiert diesen Wert: 12,5 m bei 50 km/h, 18 m bei 60 km/h, 50 m bei 100 km/h.

Der Reaktionsweg ändert sich dabei nicht. Er entsteht, bevor das Bremspedal überhaupt berührt wird, und hängt allein von Geschwindigkeit und Reaktionszeit ab. Genau deshalb bringt eine kürzere Reaktionszeit im Ernstfall oft mehr als jede Bremstechnik – und genau deshalb ist Ablenkung, Müdigkeit oder Restalkohol so folgenreich.

GeschwindigkeitNormale BremsungGefahrenbremsungReaktionsweg
30 km/h9 m5 m8.3 m
40 km/h16 m8 m11.1 m
50 km/h25 m13 m13.9 m
60 km/h36 m18 m16.7 m
70 km/h49 m25 m19.4 m
80 km/h64 m32 m22.2 m
100 km/h100 m50 m27.8 m
130 km/h169 m85 m36.1 m
150 km/h225 m113 m41.7 m
200 km/h400 m200 m55.6 m

Werte für trockenen Asphalt, Pkw mit ABS, Reaktionszeit 1 Sekunde. Reale Werte schwanken um ±20 %.

Bremsweg in der Fahrprüfung: die Faustformeln Schritt für Schritt.

In der theoretischen Fahrprüfung rechnest du ohne Taschenrechner. Dafür reichen drei Faustformeln – sie liefern gerundete Werte, die leicht von der exakten Physik (Division durch 3,6) abweichen, aber genau so im Prüfungskatalog stehen.

  1. Schritt 1 · Reaktionsweg

    (Geschwindigkeit ÷ 10) × 3 – bei 50 km/h also 5 × 3 = 15 m. Das ist die Strecke, die du in der Schrecksekunde noch ungebremst fährst.

  2. Schritt 2 · Bremsweg

    (Geschwindigkeit ÷ 10)² – bei 50 km/h also 5 × 5 = 25 m. Bei einer Gefahrenbremsung halbiert sich der Wert auf 12,5 m.

  3. Schritt 3 · Anhalteweg

    Reaktionsweg + Bremsweg – bei 50 km/h also 15 m + 25 m = 40 m (exakt gerechnet: 39 m). Der Anhalteweg ist die Strecke, die du ab dem Erkennen der Gefahr bis zum Stillstand wirklich brauchst.

Die wichtigste Prüfungsregel: Doppelte Geschwindigkeit bedeutet vierfacher Bremsweg – weil die Geschwindigkeit in der Formel quadriert wird. Der Reaktionsweg verdoppelt sich dagegen nur.

Bremsweg bei Nässe, Schnee und Aquaplaning.

Die Faustformel gilt für trockenen Asphalt und einen Pkw mit ordentlichen Reifen. Auf anderen Untergründen verlängert sich der Bremsweg deutlich – die folgenden Faktoren sind Schätzwerte aus Fahrsicherheitstrainings und ADAC-Messungen, keine Normwerte:

FahrbahnFaktor auf den BremswegBeispiel: 100 km/h
Trocken× 1,0100 m
Nass× 1,3≈ 130 m
Schnee× 2,5≈ 250 m
Glatteis× 3 bis 4≈ 300–400 m

Aquaplaning ist der Extremfall: Schwebt der Reifen bei Starkregen auf dem Wasserfilm – bei abgefahrenen Reifen schon ab etwa 80 km/h –, gibt es praktisch keinen Kraftschluss mehr. Weder Bremsen noch Lenken übertragen dann nennenswert Kräfte; die einzige wirksame Gegenmaßnahme ist rechtzeitig vom Gas zu gehen und Profiltiefe (empfohlen ab 4 mm, gesetzliches Minimum 1,6 mm) sowie Geschwindigkeit anzupassen.

Schätzwerte zur Einordnung – reale Bremswege hängen von Reifen, Fahrzeug, Beladung, Gefälle und Reaktionszeit ab. Quellen: Fahrschulformel nach DVR, BASt-Studie zur Reaktionszeit, § 3 StVO (Sichtfahrgebot).

Beginne heute mit deiner MPU-Strategie.

Kostenfreies Erstgespräch mit einem psychologischen Fachberater. Ergebnis: ein klarer Fahrplan zur Wiedererlangung deines Führerscheins.