Alle MPU-Anlässe im Überblick.
Jeder MPU-Anlass hat eigene Regeln, Fristen und Nachweispflichten. Hier findest du den passenden Ratgeber – mit Recht, Ablauf, Kosten und FAQ.
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Jeder MPU-Anlass folgt eigenen Regeln.
Die fünf Hauptanlässe einer MPU unterscheiden sich nicht nur in der Schwere der Auffälligkeit, sondern vor allem in der Frage, was der Gutachter sehen will, um Fahreignung wieder bejahen zu können. Wer den Pfad seines Anlasses kennt, kann Vorbereitungszeit und Nachweise realistisch planen.
Alkohol-Anlässe: vom Trinkverhalten überzeugen
Bei Trunkenheitsfahrten ab 1,1 ‰ (mit zusätzlichen Anzeichen) oder ab 1,6 ‰ (auch ohne Auffälligkeiten) ordnet die Führerscheinstelle eine MPU an. Im Gutachten zählt nicht die einzelne Tat, sondern das dahinterliegende Konsummuster: Wann wurde wieviel und in welchen Situationen getrunken? Was hat sich seither verändert?
Beide Pfade – lebenslange Abstinenz oder kontrolliertes Trinken nach Körner/Schoett – sind gutachterfähig. Welcher Pfad zu dir passt, hängt von Biografie, Trinkmenge, sozialem Umfeld und persönlicher Stabilität ab. Diese Entscheidung gehört an den Anfang der Vorbereitung, nicht ans Ende.
Drogen und Cannabis: Abstinenznachweis ist Pflicht
Bei harten Drogen führt kein Weg an einer mindestens einjährigen, nachgewiesenen Abstinenz vorbei – dokumentiert durch CTU-konforme Urin- oder Haaranalysen. Bei Cannabis hat sich die Rechtslage durch das Konsumcannabisgesetz 2024 entspannt: Gelegentlicher Konsum allein begründet keine Eignungszweifel mehr. Wer aber regelmäßig konsumiert oder die Trennung zwischen Konsum und Fahren nicht belegen kann, steht weiterhin vor einer MPU.
Die Vorbereitung läuft hier zwangsläufig parallel zur Nachweisphase: Wir nutzen die Monate, um Konsumursachen, Rückfallrisiken und alternative Bewältigungsstrategien strukturiert aufzuarbeiten – damit der Termin am Ende keine Pflichtübung ist, sondern eine echte biografische Standortbestimmung.
Punkte, Strafrecht, Medikamente: Eigene Schwerpunkte
Bei 8 Punkten in Flensburg geht es im Gutachten um Risikobereitschaft und Selbsteinschätzung – nicht um die Höhe einer einzelnen Geldbuße. Bei strafrechtlich relevanten Verkehrsdelikten (Fahrerflucht, Nötigung, illegale Rennen) steht die Persönlichkeitsfrage im Mittelpunkt: Was war der Auslöser, was hat sich verändert?
Eine Medikamenten-MPU schließlich betrifft Klient:innen, die dauerhaft zentralwirksame Wirkstoffe einnehmen – etwa in Schmerz-, ADHS- oder Substitutionstherapie. Hier zählt der ärztlich überwachte, fahrtaugliche Umgang mit dem Medikament, nicht ein Verzicht.
Fragen zur Anlass-Auswahl
Beginne heute mit deiner MPU-Strategie.
Kostenfreies Erstgespräch mit einem psychologischen Fachberater. Ergebnis: ein klarer Fahrplan zur Wiedererlangung deines Führerscheins.